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Parodontitis Prophylaxe – 9 Tipps für eine optimale Zahnpflege

Parodontitis gehört zu den häufigsten Zahnerkrankungen und kann im Ernstfall sogar zu Zahnausfall führen. Die richtige Mundhygiene und regelmäßige Reinigung ist demnach unabdingbar, um den Nährboden für Bakterien zu mindern und weiterhin für ein strahlendes Lächeln zu sorgen. Doch allein mit Zähneputzen und der Verwendung von Zahnseide ist es nicht getan. 

Wir verraten Ihnen, was zu einer professionellen Zahnreinigung gehört und wie Sie selbst zur täglichen Zahnpflege beitragen können.

Was ist Parodontitis?

Bei Parodontitis handelt es sich um eine chronische bakterielle Entzündung. Davon sind der Zahnhalteapparat (Parodont) und das Zahnfleisch betroffen. Im schlimmsten Fall kann diese Entzündung zum Zahnausfall führen. 

Der Zahnhalteapparat besteht aus vier Teilen:

  • Zahnfleisch
  • Zahn
  • Zahnfach
  • Wurzelhaut

Ist einer dieser vier Bestandteile von einer Entzündung betroffen, handelt es sich um eine Parodontitis.
Es kann davon ausgegangen werden, dass sich die Entzündung über kurz oder lang auch auf die anderen Teile ausweitet.

Neben Karies gehören parodontale Erkrankungen zu den häufigsten Erkrankungen in der Zahnheilkunde. Der Zahnverlust ab dem 45. Lebensjahr ist in den meisten Fällen auf eine Parodontitis zurückzuführen. Anhand von Studien leiden allerdings auch die jüngeren Generationen an parodontalen Erkrankungen. Jeder 7. unter den 30-Jährigen hat mit Parodontitis zu kämpfen. 

Parodontitis und Parodontose – es gibt einen Unterschied

Haben Sie das gewusst? Bei der oben beschriebenen Parodontitis handelt es sich nicht um die Parodontose. Bei Letzterer handelt es sich um einen Zahnbettschwund. Dieser ist in der Regel altersbedingt und erfolgt ohne eine Entzündung.

Der Zahnhalteapparat, also das Bindegewebe, geht zurück. Davon kann der ganze Kieferknochen betroffen sein. Auch hier kommt es letztendlich zu einem Zahnverlust.

9 Zahnpflegetipps im Alltag – so beugen Sie Parodontitis vor

Neben einer prophylaktischen Zahnreinigung bei Ihrem Zahnarzt können Sie mit einer gründlichen Reinigung bereits zuhause anfangen. Wir haben einige wertvolle Tipps für Sie zusammengefasst.

Tipp 1:
Tägliches Zähneputzen

Putzen Sie sich täglich mindestens 2-mal für 2 Minuten die Zähne. Am besten mit fluoridierter Zahnpasta.

Tipp 2:
Zahnzwischenräume nicht vergessen

Diese reinigen Sie täglich mit Zwischenraumbürsten und/oder Zahnseide.

Tipp 3:
Reinigung der Zunge

Ihre Zunge sollten Sie für eine ausreichende Mundhygiene nicht vergessen. Mit einem Zungenreiniger können Sie die Ablagerungen auf der Zunge entfernen.

Tipp 4:
Eine unterstützende Mundspülung

Mit einer Mundspülung mit Fluorid und mikrobiellen Wirkstoffen (letzteres in Absprache mit Ihrem Zahnarzt) tragen Sie zu einer guten Mundgesundheit bei.

Tipp 5:
Regelmäßiger Wechsel Ihrer Zahnbürste

Mindestens 4-mal  im Jahr sollten Sie Ihre Zahnbürste gegen eine Neue austauschen. Nach einer Erkältung ist dies sogar unbedingt notwendig.

Tipp 6:
Regelmäßiges Spülen

Mit Wasser können Sie schnell und einfach Speisereste und Bakterien ausspülen. Gleichzeitig vermeiden Sie damit eine Mundtrockenheit.

Tipp 7:
Besondere Achtsamkeit bei Problemzonen

Stellen, bei denen bereits Zahnfleischbluten aufgetreten sind oder worauf sie Aufmerksam gemacht wurden, sind vorsichtig zu reinigen.

Tipp 8:
Gesunder Lebensstil und zahngesunde Ernährung

Der Verzicht auf das Rauchen ist für die Mundhygiene sehr von Vorteil. Nach Studien sind Nikotinabhängige um das Neunfache vom Risiko einer Parodontitis betroffen. Gleichzeitig nehmen Sie durch eine ausgewogene Ernährung Vitamin A, Carotinoide, Folsäure sowie Omega-3-Fettsäuren zu sich, die den Kampf gegen Parodontitis unterstützen.

Tipp 9:
Regelmäßige Zahnreinigung und zahnärztliche Kontrolle

Mindestens 2 mal im Jahr sollten Sie eine zahnärztliche Kontrolle von Ihrem Zahnarzt vornehmen lassen. Eine professionelle Reinigung wird sogar 2- bis 4-mal jährlich empfohlen.

Warum ist eine regelmäßige Prophylaxe ratsam?

Mit dem regelmäßigen Zähneputzen ist es leider nicht getan. Selbst die fleißigsten „Zähneputzer“ unter uns können letztendlich von einer parodontalen Erkrankung betroffen sein.

Zu einer zahnmedizinischen Prophylaxe sind weitere vorbeugende Maßnahmen notwendig, um zu verhindern, dass Zahnkrankheiten entstehen oder sich weiter verschlimmern. Dazu gehört mitunter eine professionelle und regelmäßige Zahnreinigung bei Ihrem Zahnarzt.

Bei der prophylaktischen Zahnreinigung (kurz: PZR) durch eine Prophylaxeassistentin oder einer Dentalhygienikerin werden weiche und hartnäckige Beläge und Ablagerungen auf den Zähnen sowie etwas unterhalb des Zahnfleischrands entfernt. Durch die nun glatte Oberfläche bleiben Bakterien schwieriger hängen. 

Nehmen Sie regelmäßig eine solche Behandlung in Anspruch, beugen Sie nicht nur Karies vor, sondern auch Zahnfleischentzündungen und Parodontitis in der Entstehungsphase.

Das gehört zu einer professionellen Zahnreinigung vom Profi

  1. Aufzeigen von Schwachstellen: Dies geschieht anhand einer Anfärbung von bakteriellen Zahnbelägen. Sie erhalten anschließend Tipps und Anregungen zur häuslichen Zahnpflege, täglichen Mundhygiene und Zahnputztechnik.
  2. Entfernung des Zahnsteins: Dafür kommen Ultraschallgeräte oder Scaler und Küretten zur Anwendung. 
  3. Entfernung harter und dunkler Ablagerungen: Betroffen davon sind die Regionen unterhalb des Zahnfleischrands sowie die Oberfläche der Zahnwurzel. Zur Entfernung werden löffelartige Küretten verwendet.
  4. Entfernung der Zahnbeläge und Verfärbungen: Dafür verwendet Ihr Zahnarzt ein Pulverstrahlgerät. Das zugehörige Pulver wird individuell ausgesucht. Je nach Art des Pulvers entfällt eine anschließende Politur.
  5. Reinigung der Zahnzwischenräume: Hier wird auf die übliche Zahnseide oder auf Polierstreifen zurückgegriffen. Zum Abschluss erhalten Ihre Zähne ein Fluoridpräparat zur Vorbeugung von Karies und ein Gel für den Zahnfleischrand, um Bakterien zu reduzieren.

Gesunde Zähne und optimale Mundhygiene – gemeinsam erreichen wir das Ziel

Parodontitis ist ein unangenehmes Laster, das jeden Menschen einholen kann. Deshalb ist eine vernünftige Zahnpflege wichtig, um dem Risiko entgegenzuwirken oder eine vorhandene Erkrankung einzudämmen. Mit der täglichen Zahnpflege gehen Sie bereits einen großen Schritt in die richtige Richtung. Um den Rest kümmert sich der Zahnarzt Ihres Vertrauens. 

Sollten Sie weitere Fragen zum Thema Parodontitis und einer Prophylaxe haben, stehen wir Ihnen gern beratend zur Seite.

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